
Die Schulsternwarte Galilei
Die Schulsternwarte "Galilei" befindet sich in der Sekundarschule Barleben, Feldstraße 20, in 39179 Barleben. Die Einheitsgemeinde Barleben liegt im Landkreis Börde des Landes Sachsen-Anhalt. Für eine genauere Übersicht steht Ihnen unterhalb eine Karte zur Verfügung, auf der Sie sich umschauen können.
Die Schulsternwarte Galilei wurde am fünften deutschlandweiten Astronomietag, am 29.09.2007, offiziell eingeweiht. Trotz des schlechten Wetters fanden zahlreiche Menschen zur Sekundarschule und hörten sich die Eröffnungsrede von Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff an sowie Vorträge von Martin Nischang und Thomas Pfister über die Technik der Sternwarte. Uwe Wohlrab, ein leidenschaftlicher Astrofotograf aus Schönebeck, präsentierte seine fazinierenden Aufnahmen verschiedenster Himmelsobjekte.

Die Sternwarte in der obersten Etage der Sekundarschule ist von außen durch ihre auffällige Kuppel erkennbar. Bei gutem Wetter öffnet sich dann die Kuppel und die Teleskope werden auf den Himmel gerichtet.

Zur Ausrüstung des kleinen Observatoriums gehören ein Carl Zeiss Refraktorteleskop (Linsenteleskop) mit einer Brennweite von einem Meter und einer Öffnung von 13 Zentimetern sowie ein Reflektorteleskop (Spiegelteleskop) mit 2,8 Metern Brennweite und 28 Zentimetern Öffnung. Die beiden Beobachtungsgeräte sind auf einer parallaktischen Montierung befestigt, mit der sich die scheinbare Bewegung der Himmelskörper durch die Erdrotation ausgleichen lässt. Neben der so genannten "go-to" Funktion, mit der sich viele bekannte Objekte per Knopfdruck anfahren lassen, können die Teleskope auch manuell oder mit einem Computer gesteuert werden.
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Zu zwei solchen Teleskopen gehört natürlich auch eine Menge an Zubehör, so beispielsweise für die Sonnenbeobachtung ein H-Alpha Filter, der das Sonnenlicht nur in einem schmalen Wellenlängenbereich im roten Licht durchlässt. Zudem gehören zur Ausrüstung ein Herschelkeil, mit dem die Sonne im Weißlicht zu beobachten ist, sowie Geräte zur Sonnenprojektion.

Standardausrüstung einer jeden Sternwarte und eines jeden Teleskopbesitzers sind auch Okulare. Durch Einsatz verschiedener Okulare können Vergrößerungen von 25- bis 600-fach erreicht werden. Mittels eines Binokularansatzes erscheinen die Beobachtungsobjekte wie durch ein Fernglas, jedoch mit helleren Bildern und höheren Vergrößerungen, mit beiden Augen zum Greifen nah.
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Neben der Möglichkeit, durch Adapter eine Spiegelreflexkamera an die Teleskope anzubringen, ist auch eine CCD Kamera vorhanden, die speziell für die Astrofotografie geschaffen ist. Neu dazugekommen ist ein Spektrograf, mit dem sich Licht in einzelne Bestandteile aufteilen lässt, wodurch man Erkenntnisse über das Alter und die Zusammensetzung von Sternen, Nebeln und Galaxien bekommen kann.
